MPU wegen Drogen


Müssen Sie wegen Drogen zur MPU?

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MPU und Drogen Schnelltest

Was Sie für eine MPU wegen Drogen wissen sollten?

Wurde Ihnen der Führerschein wegen Drogen entzogen?


Sie müssen in der MPU glaubhaft darlegen können, dass Sie wieder geeignet sind, ein Kraftfahrzeug im Straßenverkehr zu führen. Es sollte keine Gefahr mehr bestehen, dass Sie in Zukunft unter Drogeneinfluss ein Fahrzeug steuern bzw. Drogen konsumieren. Sie müssen daher absolut drogenfrei leben. Das ist eine wichtige Voraussetzung für eine positive MPU und dafür, dass Sie Ihre Fahrerlaubnis zurückerlangen.

Wer muss zur Untersuchung?

Die Medizinisch-Psychologische Untersuchung kann bei allen Drogendelikten und Drogenproblematiken von den Führerscheinstellen angeordnet werden. Wenn Sie z. B. unter Drogeneinfluss am motorisierten Straßenverkehr teilgenommen haben (bspw. unter Amphetamin, Cannabis, Heroin oder Kokain). Anders als beim Alkohol kann jedoch eine MPU auch angeordnet werden, wenn Sie zum Beispiel nach einem Besuch in einem Club mit illegalen Drogen oder Substanzen erwischt wurden und recht sicher ist, dass Sie diese auch konsumiert haben.

Gerade im Falle von Cannabiskonsum sollte berücksichtigt werden, dass der Wirkstoff THC (Tetrahydrocannabinol), welcher die berauschende Wirkung auslöst, auch noch Tage bis Wochen nach dem eigentlichen Konsum nachgewiesen werden kann. Nach § 14 FeV darf eine MPU auch angefordert werden, wenn eine Drogenabhängigkeit vorliegt.


Abstinenznachweise zum Bestehen der MPU sind absolut notwendig

Wurde Ihr Führerschein wegen Drogenkonsum entzogen, so müssen Sie für eine positive MPU unbedingt Drogenabstinenz nachweisen. Sie können Ihre Drogenfreiheit durch Urinscreenings oder Haaranalysen belegen (je nach Drogenkonsummuster mindestens 6 Monate, in vielen Fällen sind jedoch 12 Monate erforderlich).

Der Nachweis Ihrer Drogenabstinenz ist für ein positives MPU-Gutachten zwingend erforderlich und kann nicht umgangen werden. Ein Abstinezkontrollprogramm können Sie bei jeder akkreditierten Begutachtungsstelle absolvieren (z. B. TÜV Süd , DEKRA, TÜV Hessen). Auch qualifizierte Ärzte können anerkannte Drogenscreenings durchführen. Sie sollten jedoch unbedingt darauf achten, dass alle CTU-Kriterien erfüllt werden, ansonsten werden die Drogen-Screenings nicht anerkannt.

Wie lange der Betroffene bereits drogenfrei leben muss, um die MPU erfolgreich zu meistern, hängt vom individuellen Konsumverhalten der Vergangenheit ab und davon, welche Drogen konsumiert wurden. Liegt eine fortgeschrittene Drogenproblematik oder sogar eine Abhängigkeit vor, sollte in der Regel mindestens ein Jahr Abstinenz nachgewiesen werden. Liegt "lediglich" eine Drogengefährdung vor (z. B. gelegentlicher Cannabiskonsum) reichen meistens auch schon 6 Monate Drogenabstinenz aus.

Wie viele Screenings Sie durchführen sollten und wie lange der Abstinenzzeitraum sein muss, sollten Sie im Vorfeld Ihrer MPU unbedingt klären.


Die Kosten für eine MPU wegen Drogen

Seit dem 1. August 2018 ist die bisherige Gebührenordnung, die die Preise gesetzlich regelte, nicht mehr gültig. Die Begutachtungsstellen dürfen die Preise für die MPU nun frei gestalten, was dazu geführt hat, dass die Preise bei der reinen Drogen MPU nun zwischen 554,54 € € (z. B. bei ProSecur) und ca. 750 € variieren. Aufgrund der hohen Kosten ist ein Bestehen natürlich besonders wichtig.

Eine gewissenhafte Vorbereitung ist auch deshalb sinnvoll, da bei einer negativen MPU die Begutachtung wiederholt werden muss, was mit finanziellen Mehrkosten verbunden ist und auch finanzielle Probleme verursachen kann. Informieren Sie sich vor Beginn Ihrer MPU-Vorbereitung umfassend über die Qualifikation und Leistungen Ihres jeweiligen Vorbereiters.


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